Historie

Kurs gehalten

„Bereits kurz nach der Firmengründung 1984 haben wir uns dafür entschieden, andere und neue Wege zu gehen. 1985 folgten die ersten Aufträge für die Verarbeitung von WDV-Systemen”, blickt Reinhard Hesse zurück.

Die Anfänge / Erste WDV-Systeme 1985

Die Entwicklung des Unternehmens von Beginn an erlebt haben Ulrich Redder, Klaus Menze und Ralf Henneke. Alle drei sind bereits seit über 30 Jahren im Unternehmen tätig. „Als wir 1985 die ersten Aufträge für die Verarbeitung von WDV-Systemen erhielten, da haben wir noch tagelang mit verschiedenen Techniken experimentiert, um eine optimale Fassadenoberfläche zu erhalten“, erinnert sich Ulrich Redder. Die handwerklich saubere Ausführung einer Kratzputzbeschichtung erforderte schon etwas Training. Aber man sei schließlich mit den Aufgaben gewachsen. Nicht zuletzt sei der Betrieb auf der Baustelle insgesamt weniger von Zeitdruck geprägt gewesen, erklären Klaus Menze und Ralf Henneke.

Schwärmen von den guten alten Zeiten wollen sie dennoch nicht. Man arbeite heute einfach professioneller und deutlich effektiver. Einzig der erste Fuhrpark hat bei ihnen einen bleibenden Eindruck hinterlassen: ein alter VW Bulli und ein Renault R4. „Mit denen könnten wir heute wieder für Aufsehen sorgen“, meint auch Reinhard Hesse. Ihm selbst war das bereits 1981 gelungen – als damals jüngster Malermeister in ganz Nordrhein-Westfalen.

Wachstum & Spezialisierung

Nach den turbulenten Anfängen kamen schon bald die ersten größeren Aufträge, so dass bereits 1987 ein erster Umzug nötig war. Am neuen Firmensitz der Reinhard Hesse GmbH standen den mittlerweile zwölf Mitarbeitern immerhin schon drei Garagen zur Verfügung. Parallel dazu entwickelte sich unter dem Druck der zahlreichen Neufassungen der Wärmeschutz- und Energieeinsparverordnungen auch die Technik der eingesetzten WDV-Systeme immer weiter. „Der Aufbau der damals eingesetzten Systeme war im Prinzip ähnlich wie heute“, erklärt Klaus Menze. „Aber statt der damals üblichen Plattenstärken von 40 Millimetern sind heute Stärken von 140 Millimetern normal. Und statt der früher üblichen mineralischen werden heute zunehmend organische Systeme verarbeitet. Gleichzeitig wird heute mit viel mehr Maschinentechnik gearbeitet, so dass die Effektivität unserer Arbeit um rund 40 Prozent gestiegen ist“, so Klaus Menze.

Ausweitung des Aktionsradius & neuer Firmensitz

In den folgenden Jahren gelang es der Reinhard Hesse GmbH nach und nach, ihren Aktionsradius auf die gesamte Bundesrepublik auszuweiten. „Darüber hinaus haben wir seitdem auch Aufträge in Großbritannien, den Niederlanden, Österreich und den USA ausgeführt“, ergänzt Ulrich Redder. Der Schwerpunkt liege aber nach wie vor in Ostwestfalen und im Ruhrgebiet.

Aufgrund des stetigen Wachstums siedelte der Betrieb 1997 in den heutigen Firmensitz im Industriegebiet Büren-West um. Von hier aus agiert das Unternehmen heute mit über 40 Mitarbeitern. Direkt angegliedert ist dabei auch ein eigener Gerüstbau mit mehr als 17.000 Quadratmetern Schutz- und Arbeitsgerüst.

Bei allen Veränderungen, die die Entwicklung des Unternehmens im Laufe der Jahre gekennzeichnet haben, gibt es doch eine Konstante: „Uns ist es stets gelungen, die Mitarbeiterfluktuation auf sehr niedrigem Stand zu halten. Ein schöner Erfolg, denn so ist das nach und nach aufgebaute Know-how im Unternehmen geblieben“, so Reinhard Hesse.